Verbindungs-Probleme durch Primacom

Hallo liebe Leute,

Nachdem es am Montag einen deutschlandweiten Telefonie- und Internet-Ausfall der Primacom gab, ist einer meiner Rechner weiterhin nicht mehr erreichbar.

Davon ist die Entwicklerversion des Boules-Programmes (Nightly Build) betroffen, die sich seither nicht mehr selbstständig aktualisiert und auch nicht mehr direkt erreichbar ist.

Das Boules-Programm sowie die Spielernamen-Datenbank, die im Hintergrund benutzt wird, ist davon nicht betroffen, sodass das eigentliche Programm weiterhin benutzt werden kann.

Ich arbeite bereits an einer Lösung des Problems, die wohl in einem Umzug auf einen selbstständigen Server liegt.

Bitte entschuldigt bis dahin die Unannehmlichkeiten.

Viele Grüße,
Erik

Update: Ab sofort ist die Entwicklerversion unter https://boules-dev.appspot.com erreichbar.

Technische Details für Interessierte:

Bisher war die von der Primacom zugewiesene IP-Adresse nahezu statisch, eindeutig und von überall auf der Welt erreichbar (77.64.181.69). Verbindungen zu externen Servern wurden direkt von dieser Adresse hergestellt, anstatt hinter einem Router versteckt zu sein.

Am Montag hat die Primacom die IP-Vergabe umgestellt, wobei es versehentlich zu einem Totalausfall des gesamten deutschlandweiten Primacom-Netzes kam. Meine bisherigen Diagnosen haben ergeben, dass die Haushalte der Kunden seitdem in einem separaten Subnetz organisiert werden, welches durch einen Router vom Internet abgeschirmt ist. Seither ist die IP-Adresse meines Routers 10.65.176.206, liegt also im privaten 24-bit-Block. Der Primacom-NAT leitet meine Anfragen nun über die öffentliche Adresse 185.44.151.23 weiter. Aktuell kann ich keine Aussage treffen, ob alle Kunden betroffen sind, oder bloß „Heavy User“ in diesen IP-Pool gesperrt werden.

Der Hintergrund ist möglicherweise, dass der Primacom die IP-Adressen ausgegangen sind, und sie deshalb keine globalen IP-Adressen mehr an ihre Kunden vergeben, es können aber auch sicherheitstechnische Bedenken zugrunde liegen. Als Nebeneffekt werden damit auch einige Formen illegaler Downloads unterbunden, sowie das Netz der Primacom entlastet.

Die AGBs für das Internet-Angebot der Primacom regeln in Punkt 2.1, dass dem Kunden ermöglicht wird, Daten vom und zum Internet zu übertragen. Es wird allerdings nicht geklärt, ob dies nur kunden-seitig geschehen soll, oder auch von Seiten des Internets.
Punkt 2.6c regelt weiterhin, dass technische Änderungen etwa durch sicherheitstechnische Entwicklungen durchgeführt werden dürfen, sofern sie für den Kunden zumutbar sind, allerdings soll dieser vorher informiert werden. Dies ist offenbar nicht geschehen.

Punkt 3.2 der AGB untersagt eindeutig die Nutzung eines Rechners als permanenten Server. „Permanent“ ist hier das Stichwort, unter das der bisherige Betrieb des Rechners, welcher wiederholt über längere Zeit nicht mit dem Internet verbunden war, nicht fällt.

Ich schau mich dann mal nach kostengünstigen Alternativen um. Schade eigentlich, da ich bisher mit der Primacom als Provider zufrieden war.

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